EHEIM 1000.220 ist das Pseudonym, unter dem seit 2009 meine audiovisuellen Projekte und Klang-Soloprojekte im Bereich experimenteller, elektroakustischer, akusmatischer Musik und Live-Elektronik einen bescheidenen Bekanntheitsgrad im Kreis eines entsprechend aufgeschlossenen und interessierten Publikums erreichen.

 
Die folgenden Projekte sind aktuell in Arbeit bzw. Vorbereitung

 

Klang

// Imitation [ . und Mimesis . ] //

Am Anfang dieses Projekts stand die Frage, wie und ob Imitationen als solche erkannt werden. Wie weit geht die durchschnittliche Bereitschaft Imitation als Eigenständiges anzuerkennen (und danach wiederum zum Anlass zur Imitation zu nehmen).

Ein Experiment, ausgehend von der Annahme, dass Leere bzw. das Nichts nicht existiert. Zumindest nicht im Sinne Aristoteles' Horror Vacui, sondern eher im Sinne des neuzeitlichen Nihil Privativum, das Nichts und Leere als spezifische Abwesenheit von etwas bezeichnet.

Die einzelnen Imitationen enthalten zahlreiche Reminiszenzen an die Pioniere der - generell gesprochen - experimentellen Musik. Verweise und Zitate auf bzw. von Künstlern wie Schaeffer, Grossi, Oram, Hiller, Cage, um nur einige zu nennen. Insofern Text in Form von Fragmenten aus unterschiedlichen Quellen Verwendung findet, sind auch die Anleihen bei Dada und Fluxus durchaus beabsichtigt.

   

Die Imitationen sind Work in Progress, werden nach und nach um weitere Stücke ergänzt. Aktuell um Imitation_05 [Die Überwindung der Fuge]. Hier einige Beispiele:

 

Imitation_01 [Herzfrequenz] - Dauer: 2.06

Dieses Stück entstand unter Verwendung eines einfachen Chaos-Synthesizers und einer kleinen Box, die aus elektrischer Spannung Knack und Knistergeräusche erzeugt. Die verschiedenen Sprachsamples stammen aus einem russischen Lehrfilm, aus antikommunistischer Propaganda und aus einem Werbefilm für medizinische Geräte


Imitation_02 [Waves] - Dauer: 3.29

Ein sehr aufwändiges Stück, das auf einem Bild der Bildhauerin / Malerin Caroline Laengerer beruht. Als ich das Weiß in Weiß Bild, das eine Welle darstellt erstmals sah, hatte ich den Eindruck, dass es weniger die optische Abbildung einer Welle war, sondern eher eine Darstellung davon, wie eine Welle klingt. Um das Bild in Klang zu transferieren musste eine grafische Partitur erstellt werden, die im Computer durch einen algorithmischen Prozess in einen Grundklang umgewandelt wurde. Dieser wurde dann vorsichtig digital weiter bearbeitet und letztendlich mit einigen Textfragmenten, Umweltgeräuschen und gesampleten Fragmenten aus dem Grundklang zum fertigen Stück montiert


Imitation_03 [In Offenburg] - Dauer: 2.19

Sprachsamples und Geräusche von einer alten Tonbandaufnahme aus den 60-er Jahren, kombiniert und live eingespielt mit einfachen Klängen aus einem Softwaresynthesizer, erzeugt mit einem einzigen Oszillator und einem LFO-modulierten 24 dB Tiefpassfilter


Imitation_04 [L'escalade du Mont Ventoux] - Dauer 2.34

Einfachster Synthesizer, kombiniert mit Samples aus einer Reportage zum Tod des britischen Radprofis Tom Simpson bei der Tour de France 1967. Trompete - Julian Ducati.

 

 

Klang . Video

// Distant reflections [ . from an early childhood . ] //

Per Video aufgezeichnete Erinnerungen an prägende Ereignisse oder imaginierte Welten aus frühester Kindheit bilden die Grundlage für Klanglandschaften, die sich brüchig und fragil an der Grenze des Wahrnehmbaren bewegen.

 

   

 

 

Klang . Video . Performance

// Am Anfang [ . herrscht Leere in Fülle . ] //

Ein Experiment, bei dem die Durchführenden Teil des Versuchsaufbaus und gleichzeitig Beobachter sind, die Rückschlüsse aus dem Experiment ziehen und diese dann direkt wieder in es einfließen lassen.

Ein Experiment, ausgehend vom christlichen Schöpfungsmythos und der Annahme, dass Leere bzw. das Nichts nicht existiert. Zumindest nicht im Sinne Aristoteles' Horror Vacui, sondern eher im Sinne des neuzeitlichen Nihil Privativum, das Nichts und Leere als spezifische Abwesenheit von etwas bezeichnet.

Ein Experiment, das den in seine ihm vorgebenen Strukturen eingebundenen Menschen als gewichtigen Teil des Versuchsaufbaus sieht und gleichzeitig zu erforschen sucht, wie, aus was und durch wen, in welchen Zusammenhängen eben diese Strukturen geschaffen werden. Und ob der Mensch einen entscheidenden Einfluss auf die Struktur, deren Quelle bzw. Strukturgeber nehmen kann und will.

Ein Experiment, auf der Basis von akustischem und optischem Rauschen.